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Umzug

HALLO ZUSAMMEN!

Ich bin umgezogen. Diese Seite ist mit März 2018 nicht mehr aktualisiert. Aufgrund der Beiträge lasse ich sie noch ein paar Wochen offen.

Alle neuen Beiträge über Sucht, Alkoholismus und Trocken Sein und Werden

nun auf

 

http://petrabelschner.com

 

Freue mich, Euch wieder zu sehen!

 

Bis dahin, bleibt gesund und mir gewogen.

 

die Petra

 

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Aktuelles, DAILY NEWS

ALKOHOLFREIEN HEISSGETRÄNKE ZUR WEIHNACHTSZEIT

Holen Sie sich weihnachtlichen Geschmack mit gutem Gewissen…  Alkoholfreier Glühwein und Punsch enthalten weniger Kalorien als die traditionellen Varianten, denn 0,2l herkömmlicher Glühwein enthält im Durchschnitt bis zu 9 Würfel Zucker.  Tipp: Verwenden Sie stattdessen Honig oder Fruchtsirup um Zucker zu sparen.

Diese Rezepte eignen sich gut für familiäre Weihnachtsfeiern, denn sie sind auch ohne Wein und Rum ein festlicher Genuss… für die ganze Familie!

Bildschirmfoto-2017-11-27-um-11.25.39-e1511778470238ALKOHOLFREIER ORANGENPUNSCH

Für 10 Portionen:

1 l Früchtetee
1 l Orangensaft
4 Stk. Zimtstange
Nelken (nach Belieben)
Honig (oder Süßstoff)
3 Stk. Orange
3 Stk. Zitrone

Zubereitung:

Für den alkoholfreien Punsch Orangensaft und Früchtetee in einen Topf gießen und mit den Zimtstangen und Nelken erhitzen.

Mit Honig süßen und den Saft von 3 frischgepressten Orangen und 3 Zitronen unterrühren. Wer möchte, kann auch noch alkoholfreies Rumaroma beigeben.


boiled_wine_hot_grog_drink_winter_cold_cinnamon-626859.jpgd_ALKOHOLFREIER GLÜHWEIN

Für 4 Portionen:

250 ml schwarzer Ribisel-Nektar
250 ml Sauerkirsch-Nektar
300 ml Traubensaft
200 ml naturtrüber Apfelsaft
2 Kardamomkapseln
4 Gewürznelken
1 Zimtstange
20 ml Limettensaft

Zubereitung:

Alle Zutaten, außer den Limettensaft, in einem Topf erwärmen, vom Herd nehmen und 1,5 – 2 Stunden ziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals erhitzen, aber nicht kochen. Mit Limettensaft abschmecken. Die Gewürze entfernen. Den Glühwein in hitzebeständige Becher füllen, mit je einer Zimtstange und einer Orangenscheibe garnieren.

 

(C) http://www.dialogwoche-alkohol.at

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Lösungsansätze

Hallo und sonst….

ich habe mir ein paar kleine Gedanken gemacht, da ich in letzter Zeit immer wieder gefragt werde „wie konntest Du aufhören?“

Die Antwort ist einfach und aber auch sehr komplex und ich möchte in meinem nächsten Buch detailliert darüber sprechen und darauf eingehen.

Was ich im Ansatz herausfinden konnte ist, dass der Alkoholiker und auch der/diejenigen, die bereits aufgehört haben oder aufhören wollen oder immer wieder aufhören und dann doch wieder trinken, dass diese Menschen (so auch ich), kein Körpergefühl mehr haben. Vermute, dass dies bei allen Süchtigen so ist.

Ich war ja auch eine Magersüchtige und eine Bulimikerin, und da ist ja mit Körpergefühl gar nichts mehr los.

Ich habe einen Körper, das ist die Meinung der meisten Menschen. Das ist aber so nicht ganz richtig. Denn, wenn ich etwas habe, also etwas besitze, dass ist das nie genug. Das bedeutet, ganz kurz gesagt: „Besitz ist nie genug!“

Vielleicht denkt Ihr selbst mal ein bisschen darüber nach und schreibt mir.

Ich komme zurück.

Liebe Grüsse

die Petra für heute

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Aktuelles, DAILY NEWS, Raus aus der Sucht

Schatten DA Sein

Die meisten von uns haben zwei Leben:

das Leben, das wir gerade leben

und das ungelebte Leben in uns

schreibt Steven Pressfield

Das Leben, das wir gerade leben, ist oft ein Leben im Schatten unserer Träume. Ein Schattenleben. Kalt und grau und nebelig. Immerhin lässt es erahnen, wo die Sonne steht und wo der für uns wirklich richtige Platz ist, an dem uns das Herz aufgeht und wärmt.

Denk an den Typen im Stadion, der über den Sportler schimpft, bis seine Stimme versagt, der sich im Geheimen selbst immer in den Wettkampf gewünscht hat, seinen Arsch aber nicht so weit hoch bekommt wie seine Nase.

Denk an den Buchkritiker im Feuilleton, der alles und jeden in der Luft zerreißt und für niemanden ein gutes Wort hat – aber auch nicht den Mumm, selbst was zu Papier zu bringen.schattendasein

(c) Foto: camsmille.de

An die Mutter im Porsche Cayenne, die ihre Tochter zwischen Chinesisch- und Klavierunterricht noch zum Schönheitswettbewerb Miss-Mini schleift, weil sie sich all das nie selbst zugetraut hat.

Bist Du ein Meisterkoch, der statt Kochlöffeln nur Reden schwingt; ein Maler, der seinen Pinsel nie in Farbe getaucht hat; ein Umweltschützer und Weltveränderer, der nur die Zeitung liest und jammert?

Ich selbst war ein Jahrzehnt lang ein Unternehmer, der nichts unternahm. Mit 16 wusste ich: ich will vom Internet leben. Mit 26 wagte ich erst den Schritt. Dazwischen: ein BWL-Studium, in dem man fast nichts lernt, was einem als Unternehmer hilft. Studentenjobs, immer im Internetumfeld, dann ebendort ein Job als Unternehmensberater, der anderen erzählen wollte, wie der Hase läuft. Zehn Jahre schlich ich so im Schatten um meinen wahren, ungelebten Traum herum.

Ich wette, dass dieses Schattenleben seinen Teil zu meinen zurückgezogenen, mit depressiven Phasen und Panikattacken versehrten Jahren beigetragen hat, die zwar Spuren hinterlassen, mich aber längst nicht mehr so fest im Griff haben.

Und ich wette, dass noch viel mehr schlimme Dinge für viel mehr Menschen auf das Konto des Schattenlebens gehen.

Deswegen müssen wir dort raus, unbedingt.

Der erste Schritt in die Sonne ist: ein Ja.

„Ja, ich lebe ein Schattenleben.“

Und das erkennst Du zum Beispiel an diesen fünf Anzeichen:

  1. Du fühlst Dich regelmäßig leer.
  2. Du isst zu viel, trinkst zu viel, rauchst zu viel, schaust zu viel fern, schluckst mehr Tabletten als ein Porsche Cayenne Benzin – alles, um das Gefühl von Leere zu betäuben.
  3. Du beschäftigst Dich mehr damit, was andere Menschen tun und sagen und denken, als mit Deinem eigenen Leben („Also was die heut schon wieder für eine hässliche Bluse trägt“).
  4. Wochenenden sind für Dich Enden der Qual … und immer viel, viel zu kurz.
  5. Du sehnst Dich heimlich nach einer Katastrophe in Deinem Leben oder im Leben eines Bekannten, weil Du hoffst, dass sich dann etwas grundlegend ändert.

Lebst Du ein Schattenleben oder hast Du früher eins gelebt? Dann freu ich mich, wie immer, auf Deinen Kommentar.

(c)5 Anzeichen, dass Du nicht DEIN Leben lebst | myMONK.de

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Das 10-Schritte-Programm zum kontrollierten Trinken -……….?

das hat mich gestern gefunden, würde mich „Alkoholikern“ hier gerne einmal ein bißchen diskutieren, was haltet Ihr davon?

 

Selbstlernprogramm: 10-Schritte-Programm
zum selbstkontrollierten Trinken

Gesundheitsförderung nach § 20 Abs.1 SGB V

 

Das „10-Schritte-Programm“ wurde für all diejenigen entwickelt, die ihren Alkoholkonsum im Selbstlernverfahren und aus eigener Kraft – evtl. mit Unterstützung ausgewählter Personen – verändern wollen.
In 10 aufeinander aufbauenden Kapiteln werden umfassende Informationen und genaue Anleitungen zur systematischen Reduzierung des eigenen Alkoholkonsums gegeben. Zur Bearbeitung des Programms sind wöchentlich 1-2 Stunden über eine Spanne von drei Monaten einzuplanen.

Das 10-Schritte-Programm beruht auf den Grundpfeilern der Verhaltenstherapie sowie internationalen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen zum kontrollierten Trinken. Es ist angelehnt an Selbstlernprogramme im englischen Sprachraum.

Für wen ist das 10-Schritte-Programm gedacht?

Wenn Sie eine Veränderung Ihres Umganges mit Alkohol anstreben, stellt sich als erste Frage, ob Sie Ihren Alkoholkonsum reduzieren oder ganz alkoholfrei leben möchten. Wir haben für Sie einen Fragenbogen mit unterschiedlichen Fragebereichen zusammengestellt. Damit wird Ihnen eine Entscheidungsbasis für Ihre Weichenstellung im Umgang mit Alkohol gegeben: für kontrolliertes Trinken oder für Abstinenz. Wenn Sie hierklicken, können Sie diesen Fragenbogen (pdf-Datei, 6 Seiten) ausdrucken und dann bearbeiten. Sie können aber auch im Alkohol- SelbsttestZielfestlegung online bearbeiten.

Das 10-Schritte-Programm wendet sich an Personen,

  • die sich einen detaillierten Überblick darüber verschaffen möchten, was alles zu berücksichtigen ist, um kontrolliert weniger trinken zu lernen,
  • die ihren Alkoholkonsum in kontrollierter Weise „herunterschrauben“ wollen – entweder eigenständig oder mit Partner/Freund.

Das 10-Schritte-Programm ist nicht geeignet für Personen, die ein Alkoholproblem bereits durch Abstinenz gelöst haben bzw. für Personen, die ein klares Abstinenzziel haben.

 

Was ist im 10-Schritte-Programm enthalten?

Das 10-Schritte-Programm umfasst ca. 150 Seiten und bietet schrittweise Hilfestellungen zur eigenständigen Trinkkontrolle, informative Übersichten, Nachschlagetabellen und Arbeitsblätter. Im Einzelnen enthält das 10-Schritte-Programm:

  • Anregungen zur Überprüfung, ob der eigene Lebensrahmen günstige Voraussetzungen zum Erlernen des kontrollierten Trinkens bietet
  • Grundinformationen über Alkohol („Wie viel Alkohol ist in einzelnen Getränken enthalten? Wie schnell wird Alkohol im Körper abgebaut? Wie viel darf ich höchstens trinken, um im Straßenverkehr nicht die kritische Grenze von 0,5 Promille zu überschreiten? …“)
  • Anregungen zur Abwägung zwischen den Zielen „kontrolliertes Trinken“ und „Abstinenz“
  • Anleitungen zur Bilanzierung des eigenen Alkoholkonsums („Trinke ich wirklich zu viel? Wie viel wäre ’normal‘? …“)
  • Anleitungen zur genauen Protokollierung und Analyse des eigenen Trinkverhaltens („Trink-Tagebuch“)
  • Empfehlungen für eine realistische kurzfristige und langfristige Zielfestlegung („Welche Trinkmenge will ich nicht überschreiten?“)
  • ein Menü hilfreicher Strategien, das Ihnen zum Erreichen Ihres Zieles behilflich sein kann
  • Tipps zum Umgang mit wiederkehrenden Risikosituationen, in denen Sie zum Zuviel-Trinken neigen (zum Beispiel bei Stress oder geselligen Anlässen)
  • Hilfen zum Umgang mit „Ausrutschern“ (wenn Sie Ihr Ziel verfehlt haben)
  • Alternativen zum Alkoholkonsum
  • Anregungen zur alkoholfreien Bewältigung von Belastungen

Leseproben

Um Ihnen einen Einblick in die Inhalte, den Aufbau und das Erscheinungsbild des 10-Schritte-Programms zu geben, haben wir hier einige Leseproben für Sie bereitgestellt. Dabei handelt es sich um folgende Auszüge:

Einführung Seite 7 Ablaufplan > PDF öffnen
Schritt 1 Seite 10-11 Gute Startbedingungen schaffen > PDF öffnen
Schritt 2 Seite 16-17 Trink-Tagebuch führen > PDF öffnen
Schritt 4 Seite 49-50 Informationen über Alkohol aneignen > PDF öffnen
Anhang Seite 106-107 Alkoholgehalt unterschiedlicher Getränke > PDF öffnen

 

Welche Veränderungen kann man vom 10-Schritte-Programm erwarten?

Das 10-Schritte-Programms wie auch ähnlich aufgebaute englischsprachige Selbstkontrollmanuale zeigen,

  • dass durch Programme wie unser 10-Schritte-Programm der Alkoholkonsum deutlich reduziert werden kann.
  • dass die Lebensqualität spürbar gesteigert werden kann (zum Beispiel weniger Partnerprobleme, höhere Leistungsfähigkeit).

Die Ergebnisse einer ersten Untersuchung im Zeitraum zwischen Oktober 2002 bis Juni 2003 belegen die Wirksamkeit des Programms. Die Gesamtanzahl der Befragten ist mit 151 noch recht klein und eine Rückmeldequote von 38 % kann nicht als repräsentative Stichprobe betrachtet werden. Aber selbst wenn die eingegangen Rückmeldungen die einzigen eingetretenen Effekte beschreiben würden, können diese Ergebnisse bereits als Erfolg gewertet werden. Unter diesen genannten Vorbehalten, kann zusammenfassend folgendes festgehalten werden:

  • Durch den Selbstmanagementansatz, der völlige Anonymität ermöglicht und eine Trinkmengenreduktion als Ziel zulässt, können Menschen erreicht werden, die noch nie suchtspezifische Hilfe in Anspruch genommen haben, dieser aufgrund zum Teil erheblicher Alkohol- und Alkoholfolgeprobleme aber dringend bedürfen.
  • Die positive Programmbewertung hinsichtlich Verständlichkeit, persönlicher Ansprache, erlebter Hilfe und Fortschritten bei der Bewältigung eigener Alkoholprobleme sind als Zeichen für die Akzeptanz der Programminhalte und -gestaltung zu werten.
  • Der durchschnittliche Alkoholkonsum der Konsumenten mit einem Wochenkonsum bis 800 g Alkohol konnte durch das 10-Schritte-Programm um etwa die Hälfte gesenkt werden, Die Alkoholreduktion fällt bei Frauen mit 63,4 % stärker aus als bei Männern (44,5 %).
  • Für starke Konsumenten mit einem Wochenkonsum über 800 g Alkohol kann das Programm ein Schlüssel zur Abstinenzentscheidung sein, wenn die erforderliche Selbstkontrolle als Überforderung erlebt wird.
  • Die Trinkmengenreduzierungen gehen mit einer Reihe positiver Auswirkungen im Lebensalltag einher (z.B. Gesundheit, Leistungsvermögen, positive Effekte auf die Freizeitgestaltung, Beziehung und Arbeit, Zunahme des Wohlbefindens).

Festzustellen bleibt auch, dass diese Ergebnisse im Einklang stehen mit internationalen Ergebnissen zur Wirksamkeitsforschung von Selbstkontrollmanualen. Mittlerweile wurden 22 klinische Kontrollstudien mit hoher methodischer Qualität (z.B. Heather, Robertson, MacPherson, Allsop & Fulton 1987) zur Effektivitätsprüfung von Selbstkontrollmanualen durchgeführt und in einer Metaanalyse im Hinblick auf ihre Ergebnisse zusammengefasst (Apodaca & Miller, 2003). Gemäß dieser Analyse sind Selbsthilfemanuale zur Veränderung des Trinkverhaltens wirksam und weisen eine hohe Effektstärke auf. Intensivere Interventionen (Einzel- oder Gruppentherapie) erweisen sich den Selbstmanagementmanualen als nicht überlegen (z.B. Miller & Baca, 1983). Die vollständige Veröffentlichung können Sie hier herunterladen.

Literatur
Apodaca, T.R. & Miller, W.R. (2003). Meta-analysis of the effectiveness of bibliotherapy for alcohol problems. Journal of Clinical Psychology, 59, 289-304.
Heather, N., Robertson, I., MacPherson, B., Allsop, S. & Fulton, A. (1987). Effectiveness of a controlled drinking self-help manual: One-year lollow-up results. British Journal of Clinical Psychology, 26, 279-287.
Miller, W.R. & Baca, L.M. (1983). Two-year follow-up of bibliotherapy and therapist-directed controlled drinking training for problem drinkers. Behavior Therapy, 14, 441-448.
Miller, W.R. & Wilbourne, P.L. (2002). Mesa Grande: a methodological analysis of clinical trials of treatments for alcohol use disorders. Addiction, 97, 265-277.

In keinem dem Verfasser (Prof. Dr. Joachim Körkel) bekannten Fall sind bei der bestimmungsgemäßen Anwendung der Materialien des 10-Schritte-Programms nachteilige Folgen eingetreten. Trotzdem liegt die Verantwortung für Anwendung und Folgen des 10-Schritte-Programms beim jeweiligen Bezieher.

Preise und Bezug

Sie können das 10-Schritte-Programm in Buchform mit Spiralbindung auf dem Postweg erhalten. Die Preise betragen:

Innerhalb Deutschlands 34,90 €
In das europäische Ausland 39,80 €

Die Preise beinhalten die Versandkosten und die gesetzliche Mehrwertsteuer.

Für die Bestellung verwenden Sie bitte unser Bestellformular im Internet (hier klicken) oder Sie drucken das Bestellformular mit dem Programm acrobat reader hier aus und senden uns das ausgefüllte Formular per Fax oder per Post zu. Die Bearbeitung der Bestellungen erfolgt durch die GK Quest Akademie. Ihre Angaben werden streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben (siehe auch Datenschutz).

Krankenkassen können unterstützen

Grundsätzlich ist eine Förderung der Programme zum kontrollierten Trinken der GK Quest Akademie durch jede Krankenkasse als Leistung der Primärprävention nach § 20 SGB V möglich. Versicherte können einen Zuschuss von ihrer Krankenkasse zu den Kosten der Programme erhalten. Die Krankenkasse vor Ort trifft im Einzelfall die Entscheidung, ob und in welcher Höhe ein Zuschuss gezahlt wird. Deshalb sollte vor Teilnahme an einem Programm zum kontrollierten Trinken der Kostenzuschuss bei der zuständigen Krankenkasse erfragt werden.
Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) sowie die Bundesknappschaft empfehlen und bezuschussen grundsätzlich das ambulante Gruppenprogramm und das 10-Schritte-Programm als Prävention gemäß § 20 SGB V.

Unterstützung durch ausgebildete Fachkräfte

Einige Betroffene wünschen bei der Anwendung des 10-Schritte-Programms Unterstützung wenn sie „allein nicht klar kommen“ bzw. an manchen Schritten „hängen bleiben“. Hier setzt der 10-Schritte-Coach an. Sein Angebot ist es, KlientInnen in unterschiedlichem Umfang und zu variablen Zeitpunkten bei der Durchführung des 10-Schritte-Programms zu unterstützen. Bei Bedarf nehmen Sie Kontakt zu einem 10-Schritte-Coach in Ihrer Region auf und vereinbaren ein persönliches Gespräch.
Sie erhalten hier, nach Ländern und Postleitzahlen geordnet, eine Übersicht aller 10-Schritte-Coaches. Wenn Sie auf einen Namen klicken, finden Sie die komplette Adresse. Die Abkürzungen AkT und EkT hinter dem jeweiligen Namen weisen auf weitere Angebote der jeweiligen Coaches hin. Die kT-TrainerInnen geben Ihnen auf Anfrage gern weitere Informationen.

………….
Anmerkung: Ich habe mir dieses Programm bestellt – werde es durcharbeiten und Euch berichten!.

 

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DAILY NEWS, Hintergrund Wissen

Der trockene Rausch

Wenn Sie Verwandter oder Freund eines Suchtkranken sind, ist Ihre größte Hoffnung, dass er oder sie eines Tages ziemlich gesund, glücklich und nüchtern sein wird. Vielleicht haben Sie schon seit Jahren Ihre äußerst besorgten Bemühungen in die Richtung unternommen.

Auch durch ungenügendes Verständnis der Art der Krankheit der Sucht schien der Kampf wohl blind und unfair gewesen zu sein – nichts als Schritte im Dunkeln – die darauf hinausliefen, dass wir doch das verzweifelte Gefühl bekamen, die Anstrengungen haben mehr geschadet als geholfen. Keine Schuldgefühle bitte. Was Sie erkennen müssen ist, dass sowohl Sie als auch der Suchtkranker Gefangener einer heimtückischen Krankheit sind, die Verwirrung, Verzweiflung und Angst verbreitet. Es ist keine Frage der Schuld, sondern des Verstehens. Ihre Lösung des Problems liegt in der Erweiterung der Kenntnis, womit Sie es zu tun haben. Sobald Sie das erkannt haben, sind Sie viel eher in der Lage, einem Suchtkranken auf dem Wege zur schnelleren und völligen Wiedergenesung zu helfen. Aber selbst wenn die Wiederherstellung langsam zu sein scheint, sind Sie so eher in der Lage, für Sich und Ihre Familie eine glücklichere und natürlichere Heimatmosphäre zu schaffen. Die folgenden Vorschläge, die sich auf den heutigen Stand der Kenntnis des Sucht und die Erfahrung von Angehörigen und Freunden von genesenden Suchtkrankern stützen, werden Ihnen helfen, ein konstruktives Programm der Tat aufzubauen.

Lerne die Tatsachen über den Süchtigen, die Sucht

Zum ersten Mal in der Geschichte kann mit Überzeugung gesagt werden, dass es für den Suchtkranker Hoffnung gibt. In der Tat ist der Prozentsatz der Genesung von der Sucht unter denen, die sich helfen lassen wollen, höher als bei jeder anderen chronischen Krankheit.

Wir wissen, dass Sucht eine Krankheit ist, eine zwingende, besitzergreifende Krankheit. Es ist nicht der Ausdruck eines schwachen Willens oder Unmoralität. Man braucht sich der Sucht nicht zu schämen.

Sie sind heute einen guten Teil glücklicher als jene in den vergangenen Jahren die nur vermuten konnten, was mit ihren Partnern oder Freunden los war. Es gibt eine Menge gesunder und unvoreingenommener Informationen und Sie sollten alle Quellen ausschöpfen, die Ihnen zur Verfügung stehen. Einige von diesen sind: Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen, die das Problem Sucht verstehen. Ausgezeichnete Bücher über die Sache sind verfügbar und Listen hierüber können bei einer Organisation oder in der öffentlichen Bücherei eingesehen oder erhalten werden.

Sprich mit Jemandem, der die Sucht versteht

Sprich auch mit jemand anderen, nicht nur mit einem guten Freund oder einem Verwandten. Gute Freunde könnten so oder so voreingenommen sein und Dich überreden, einen Kurs einzuschlagen oder eine Haltung einzunehmen, die Dich verwirrter oder feindlicher denn je zurücklässt.

Menschen, die sowohl die Krankheit als auch Deine Gefühle, die damit verbunden sind kennen, können Dir am besten helfen, die Antwort für Deine vielen Probleme zu finden. Es gibt keinen Ersatz für das Wissen aus erster Hand von wieder hergestellten Suchtkrankern. Sprich mit Mitgliedern von Selbsthilfegruppen und mit nicht alkoholischen Ehefrauen oder Ehemännern und Freunden von Suchtkrankern. Wenn diese eingeweihten Menschen in Deiner Stadt in Gruppen zusammengeschlossen sind, hast Du Glück. Sie sind im Telefonbuch aufgeführt unter Al-Anon-Familiengruppen. Diese Gruppen existieren in erster Linie, um Menschen in Deiner Lage zu helfen. Die Mitglieder sind verständnisvoll und eingeweiht in Dein Problem, denn es ist genauso ihr Problem. Wenn Du in einer Gemeinde lebst, in der es keine Selbsthilfegruppen gibt, suche einen Arzt, Geistlichen oder Sozialangestellten auf, der die Krankheit kennt und Dein persönliches Familienproblem versteht

Ermutige neue Interessen und Aktivitäten
Ohne den Alkohol im Leben des Suchtkranken gibt es eine Menge freie Zeit in seinem oder ihrem Leben. Ermutige neue Interessen und Aktivitäten, auch wenn Du sie nicht völlig verstehst. Beteilige Dich an neuen Tagen, wenn er oder sie es wünschen. Entwickle selbst neue Interessen oder frische alte wieder auf. Über allem aber versuchen neue Wege zu finden, das Leben zu genießen und zusammen Spaß zu haben, der nicht vom Alkohol abhängig ist.

Lass Dich durch Fehler nicht entmutigen
Lass Dich nicht entmutigen durch Fehler, die Du machst oder die Unfähigkeit des Suchtkranken, schnell ausreichende Nüchternheit zu erlangen. Bedenke, es braucht viele Jahre, bevor man ein Suchtkranker wird und die alten Wege oder Reaktionen auf Alkohol sind fest eingewurzelt. Das Wichtigste ist, nicht apathisch zu werden und nicht aufzuhören zu versuchen, sonst kannst Du genauso krank oder verwirrt werden wie der Suchtkranker selbst. Zwei kranke Leute können sich aber schwerlich behilflich sein. Ob Dein Partner oder Freund eine dauerhafte Nüchternheit finden kann oder nicht, es gibt immer einen Weg für ein zufriedenstellendes Leben für Dich selbst oder für Dich und die ganze Familie. Es kommt ganz auf den Umfang der Hilfe an, den Du und der Suchtkranker brauchen.

Vermittle Dein Wissen über die Sucht anderen
Nachdem Du so viel unter der Auswirkung der Krankheit gelitten hast, kann Dein Einfluss groß sein bei der Hilfe für Nicht Suchtkranke, mit den Problemen und Nöten der Suchtkranker und ihrer selbst fertig zu werden. Wenn es andere in ähnlichen Nöten gibt die Deine Hilfe suchen, widme Ihnen Deine Zeit.

Indem zu anderen hilfst, hilfst Du Dir selbst. Noch wichtiger: dieses wachsende Interesse außerhalb Deines eigenen brennenden Problems wird Deinen Glauben in andere und Dich selbst stärken.

Das Krankheitsbild des trockenen Rausches

Der umfassend verstandene Fachausdruck “Trockener Rausch” wird oft auf den Suchtkranker angewendet, dem es nicht gut geht, obwohl er nicht trinkt. Das Krankheitsbild des “Trockenen Rausches” besteht aus einer Reihe von Symptomen, die gleichzeitig auftreten und ein abnormes Verhalten kennzeichnen. Da das Psychopathische in den Ansichten und dem Verhalten des Suchtkranken während der Zeit seines Trinkens allgemein anerkannt wird, wird das Fortbestehen dieser Charakterzüge – nachdem der Suchtkranker das Trinken aufgegeben hat – ebenso psychopathisch zu beurteilen sein. Der Ausdruck “Trockenrausch” bezeichnet daher das Ausbleiben einer Wandlung in eine erstrebenswerte Richtung in Haltung und Verhalten des Suchtkranken, der nicht mehr trinkt. Die Folgen des Ausbleibens dieser angestrebten Wandlung ist, dass der Suchtkranke Schwierigkeiten in seinem Leben hat. Der “Trockene Rausch” kann bei jedem Suchtkranker vorkommen. Im folgenden Text wird vorausgesetzt, dass Männer und Frauen ihm gleichermaßen ausgesetzt sind. Es kann keinen Zweifel über die Ursache dieser Schwierigkeiten geben.

Erkennbare Anzeichen

Ein deutliches Kennzeichen des Suchtkranken im Trockenrausch ist sein großspuriges Benehmen. Diese Großspurigkeit äußert sich sehr oft in einem nicht einsichtsvollen und sich selbst überschätzenden Verhalten, das andere verletzt oder ihnen sogar komisch erscheint. Indem er alles in seiner Umgebung auf sich selbst bezieht, scheint der Suchtkranker unfähig zu sein, die Bedürfnisse und das Feingefühl seiner Mitmenschen zu sehen. Er kann fortwährend auf Ihre Kosten selbst überheblich sein oder seine Fähigkeiten überschätzen, in jedem Fall ist sein Verhalten deutlich nicht realitätsbezogen und kann je nach den Umständen in seiner Auswirkung vom Spaßhaften bis zum Boshaften variieren.

Offensichtlich verwandt mit dem großspurigen Benehmen des Suchtkranken ist seine Art, strenge und fertige Urteile zu haben. “Fertige Urteile” in diesem Zusammenhang heißt, dass der Suchtkranker geneigt ist, Ansichten gewöhnlich mit den Ausdrücken “gut” oder “schlecht” zu äußern, Ansichten, die sehr deutlich nicht zur Realität passen. Da er geneigt ist, mit sich selbst scharf zu Gericht zu gehen (besonders was sein Trinken betrifft), können andere manchmal fühlen, dass er ein tiefes Gefühl der eigenen Wertlosigkeit hat. Dieses Gefühl jedoch oberflächlich verkleinert, da der Suchtkranker die gleichen strengen Wertmaßstäbe auf seine Familie, seine Verwandten, Freunde, Kollegen und seinen Arbeitgeber anwendet wie auf sich selbst. Sie fühlen mit gewissem Recht, dass er sich am wenigsten Kritik leisten kann und dies allein ist der genügende Beweis, dass seine Haltung im Grunde nicht realitätsbezogen ist, egal ob seine Urteile nun in Wirklichkeit einen gewissen Gehalt an Wahrheit haben.

Der Suchtkranke kann weiterhin äußerst ungeduldig sein. Ungeduld kennzeichnet seine Reaktionen anderen gegenüber und im Leben selbst. Ein Verhalten also, das nicht wirklichkeitsbezogen ist, da es die augenblickliche Erfüllung seiner Forderungen notwendig macht. Es ist typisch, dass der Suchtkranker sofortige Belohnung für sein Bemühen und augenblickliche Erleichterung seiner Belastungen und Schwierigkeiten erwartet. Anzeichen der Ungeduld sind sein Zorn oder seine Niedergeschlagenheit, wenn die gesuchte Erfüllung nicht schnell genug kommt.

Großspurigkeit, vereinfachte Urteile und Ungeduld kennzeichnen die Ansichten und das Verhalten des Suchtkranken und diese Züge sind so fest in seinem Leben verankert, dass sie anderen Oft regelrecht als kindisch erscheinen. Ganz wörtlich: er ist in vieler Hinsicht ein Kind. Er wird leicht gelangweilt, abgelenkt und verwirrt. Sein Erfolg auf lange Sicht wird dauernd durch das momentane Wechseln seiner Gefühle gefährdet; Zu jeder Zeit ist es möglich, dass er seine Murmeln oder Klicker nimmt und nach Hause geht. Er kann unfähig sein, Dinge zu schätzen, an denen sich reife Menschen erfreuen, z. B. Lesen, Gespräche oder ein Film. Seine Begeisterungsfähigkeit ist sehr oft die eines Kindes in Ausdauer und Stärke. Die Unzufriedenheit scheint sein dauernder Lebenszustand zu sein.

Auswirkungen in der Familie

Der Suchtkranke, der einen “Trockenen Rausch” hat, scheint unfähig zu sein, sich selbst realistisch einzuschätzen. Dies bedeutet, dass er in den meisten Fällen nicht fähig ist sich so zu sehen, wie andere ihn sehen. Wie sehr er auch in Schwierigkeiten ist, beharrt er trotzdem darauf, sich selbst als schuldlos oder als Opfer der Umstände, die über seine Kontrolle hinausgehen, zu empfinden. Je fester er von seiner Schuldlosigkeit überzeugt ist, desto zäher und klüger wird seine Ablehnung der Hilfe sein, da der 1. Schritt zur Wiederherstellung einer normalen Situation darin besteht, dass er die Verantwortung dafür auf sich nimmt. Das unmittelbare Problem für die, die ihm ernsthaft helfen wollen besteht darin, Bedingungen zu ermöglichen, unter denen er beginnen kann, eine realistische Selbsteinschätzung zu erreichen. (wie diese Selbsteinschätzung erreicht werden kann, soll später erörtert werden).

Unglücklicherweise kann die Familie des Suchtkranken diese Bedingungen nur schwer herstellen. Der Suchtkranke ist wieder Mittelpunkt vieler Familienstreitigkeiten. Die Reaktion der Familie auf sein Verhalten kann von Entmutigung und Bestürzung bis hin zur Niedergeschlagenheit, Empörung und Bitterkeit reichen. In einer von Aggressionen geladenen Atmosphäre ist die Familie gewöhnlich nicht fähig, den Suchtkranker leidenschaftslos zu sehen. Objektiv in Ihrem Verhalten gegen den Suchtkranker zu bleiben, wird äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Das Verhalten des Suchtkranken war als im Allgemeinen unrealistisch beschrieben worden, gerade die Objektivität, die die ganze Familie ihm nicht geben kann, braucht er verzweifelt. In einigen Fällen kann es notwendig sein, den Suchtkranken zu überreden, sich selbst als Hilfe anzubieten. Die auf sich selbst gestellte Familie die versucht, diesen Heilungsprozess durchzuführen, steht oft vor erschreckenden Folgen für den Suchtkranker und für sich selbst.

Die am meisten befriedigende Alternative für alle Betroffenen ist, Hilfe außerhalb der Familie zu suchen. Das sind u. a. Heilstätten, Beratungsstellen, Al-Anon-Familiengruppen und der AA-Sponsor des Suchtkranken, wenn er einen hat. (Beratungsstellen und Heilstätten wohl nur in größeren Städten, Al-Anon und AA sind fast überall erreichbar). AA ist die größte, erste Quelle einer sofortigen Hilfe. Die Heilstätten versorgen die Familien mit Informationsmaterial, Hilfe bei der Entscheidung über die Notwendigkeit der Behandlung eines Suchtkranken und sind darauf spezialisiert, ihm die angemessenen Möglichkeiten einer Therapie zu geben. Die Beratungsstellen sind mit geschulten und qualifizierten Leuten besetzt. Diese Stellen sind so ausgerüstet, dass sie dem Suchtkranker helfen, mit seiner besonderen Situation fertig zu werden. Meistens arbeiten sie in der Art einer ambulanten Behandlung.

Die Al-Anon-Familiengruppen unterstützen die Versuche der Familie, den Suchtkranker wirkungsvoll zu behandeln. Solche Gruppen sind besonders wertvoll, wenn der Suchtkranke in seinem Widerstand gegen Hilfen von außen sich besonders halsstarrig erweist. Sie sind weitgehend mit der Therapie des “Trockenen Rausches” vertraut und können die Familie mit einer Fülle praktischer Informationen versehen. In einigen Fällen kann auch der AA-Sponsor des Suchtkranken eine unschätzbare Hilfsquelle sein. Er ist gewöhnlich mit den Schwierigkeiten der Familie des Suchtkranken und denen des Suchtkranken selbst vertraut und kann helfen, Entscheidungen zu fällen. Unter den richtigen Umständen kann es ihm gelingen, den Suchtkranker zu überzeugen, selbsttätig zu handeln und Hilfe zu suchen.

Es soll hier angemerkt werden, dass gelegentlich der Suchtkranker, der AA-Erfahrung hat und sich der geistigen Anspannung bewusst ist, die mit dem “Trockenen Rausch” auftritt, instinktiv versucht, seine Kontakte zu AA zu vertiefen. Wenn dies geschieht, kann es vorkommen, dass Familienmitglieder oder Freunde, die um ihrer selbst willen finden, dass der Suchtkranker schon genug Zeit in AA verbringt, sich seiner verstärkten Beschäftigung mit AA widersetzen. Ihnen sei gesagt, dass, wenn der Suchtkranker nicht von selbst seine Beziehungen zu AA vertieft, sich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Rückfall ins Trinken abzeichnet.

Definition

Der “Trockene Rausch” ist ein Ausdruck, der aus zwei für den Suchtkranken bedeutsamen Worte zusammengesetzt ist. “Trocken” in der einfachsten Bedeutung heißt, dass er sich vom Alkohol fernhält, während Rausch eine tiefe pathologische Voraussetzung meint, die sich aus seinem Alkoholgenuss ergibt. Zusammengenommen bedeuten die Wörter eine Intoxikation ohne Alkohol. Da das Wort Intoxikation vom Griechischen “Gift” abgeleitet wird, bezeichnet der “Trockene Rausch” einen Geisteszustand und eine Verhaltensweise, die “giftig” und deshalb tödlich – für das Wohlergehen des Suchtkranken ist. Solches Verhalten kommt allerdings auch im Leben von Nicht Suchtkranken vor. Zum Beispiel der Geschäftsmann, der sich in einer Verkehrsstockung voller Ärger wie wild auf die Hupe wirft; auch die Hausfrau, die zu ihrem Leidwesen jeden Montag dreißig Jahre lang die Wäsche der Familie waschen muss und folglich die Familie dafür anklagt, sie schmutzig zu machen, scheint ihre Aufgabe in der Familie nicht richtig einzuschätzen. Beide zeigen ein Verhalten, das nicht der Realität entspricht und der Situation nicht angemessen ist. Die selbst destruktive Verhaltensweise des im “Trockenen Rausch” befindlichen Suchtkranken ist verschieden im Grad ihrer Intensität, aber nicht in ihrer Art. Der Suchtkranke hat sich in den Jahren seines Trinkens eine äußerst unangemessene und absolut unreife Art angewöhnt, Lebensprobleme zu lösen.

Verlauf

Wenn der Suchtkranker offensichtlich unzufrieden mit sich selbst ist aber nicht weiß warum, zeigt sich die fehlende Selbsterkenntnis ganz deutlich. Sehr oft seien die Schwierigkeiten seines vergangenen Lebens der Grund, die Gegenwart zu vergiften, und sie wirken sich direkt auf sein augenblickliches Gefühl aus. Er missbilligt streng sein Verhalten, das die Gesellschaft als niedrig, unkontrolliert, selbstsüchtig und verachtenswert bezeichnet. Aber er kann und will sich nicht die Impulse zu eigen machen, die solch ein Verhalten lenken. Anstatt die Wirklichkeit anzunehmen versucht er lieber, seine Selbstachtung zu retten indem er sagt: “Das alles über mich war und kann gar nicht wahr sein”. Aber dieser Schachzug ist nicht ganz erfolgreich, weil er erkennt, dass gewisse Gefühle, Regungen, Wünsche usw. unangenehm für ihn sind; so ergibt sich ein Widerspruch aus dem, was er unklar als Wahrheit erkennt (über seine Gefühle, Regungen, Wünsche usw.) und was ihm seine Selbstachtung erlaubt als Wahrheit an zu nehmen. Dieser Widerspruch ist untragbar auf jeder bewussten Ebene. So verdrängt er ihn aus seinem Bewusstsein und nimmt zu verschiedenen Manövern Zuflucht, die verhindern soll, ihn offen einzugestehen. Soweit es diesen Manövern gelingt, das zu verhüllen, was Selbstachtung des Suchtkranken im Wege steht, wird er gar nicht merken, dass er sie ausführt, sie wirken sich direkt auf sein augenblickliches Gefühl aus. Er missbilligt streng sein Verhalten, das die Gesellschaft als niedrig, unkontrolliert, selbstsüchtig und verachtenswert bezeichnet. Aber er kann und will sich nicht die Impulse zu eigen machen, die solch ein Verhalten lenken. Anstatt die Wirklichkeit anzunehmen versucht er lieber, seine Selbstachtung zu retten, indem er sagt: “Das alles über mich war und kann gar nicht wahr sein”. Aber dieser Schachzug ist nicht ganz erfolgreich, weil er erkennt, dass gewisse Gefühle, Regungen, Wünsche usw. unangenehm für ihn ist. Es kann sogar zu einem regelrechten Leugnen der Wahrheit über sich gegenüber sich selbst und anderen kommen. Er kann manchmal alle Tatsachen wissen, wird ihre wirkliche Bedeutung aber doch nicht richtig erkennen. Er sieht nicht den tieferen Sinn einer Feststellung wie: “Ja, ich bin jetzt drei Jahre in AA und es hat mir wirklich sehr geholfen, obwohl ich neunmal gekippt bin”.

Er fängt oft an, spitzfindig zu argumentieren. Bei diesem Manöver versucht er, seine Selbstachtung dadurch abzustützen, dass er die Kritik anderer durch Scheingründe zerstreut. Wie abwegig seine Verhaltensweise auch sein mag, der Suchtkranke rechtfertigt sich jedes Mal. So hat er auch zahlreiche Gründe, AA zu meiden und jeder Grund kann einleuchtend sein, aber die gesamte Argumentation ist nur dazu da, um die tiefere Wahrheit zu leugnen, dass er die AA oder andere Hilfe von außen braucht.

Der Suchtkranke, der seine eigene Unverantwortlichkeit weg argumentiert, wird wahrscheinlich auch die Verhaltensweise anderer falsch einschätzen. Obwohl er seine Unzulänglichkeiten nicht leugnet versucht er, die Aufmerksamkeit von ihnen dadurch abzulenken, dass er in großer Ausführlichkeit die Fehler seiner Familie, seiner Freunde, seines Arbeitgebers und der Behörden aufzählt. Dies geht soweit, dass er sich erschöpft, andere mit sich selbst zu vergleichen. Er versagt, weil er den klaren Blick verliert. Er ist nicht wirklich an einer Wandlung interessiert, sondern will vielmehr mit einiger Berechtigung sagen können: “Nun, ich bin gar nicht so anders als die anderen”.
Das Manöver der Übertragung ist oberflächlich ganz ähnlich, aber in Wirklichkeit viel unnormaler. Hier überträgt der Suchtkranke auf andere, was er selbst nicht annehmen kann. Diese Taktik setzt ein hohes Maß fehlender Selbsterkenntnis voraus, weil der Suchtkranker versucht, sich seiner untragbaren Empfindungen und Motive dadurch zu erledigen, dass er sich in anderen “erkennt”. Er interpretiert ihr Verhalten als von Gefühlen motiviert, die er im Unterbewusstsein als falsch bei sich selbst erkennen muss oder er unterstellt anderen, eine äußerst unkritische Haltung anzunehmen, die in Wirklichkeit die eigene Haltung gegen sich selbst ist. Er kann im Rahmen dieses Manövers andere anklagen, ihn betrunken machen zu wollen. Er kann AA-Freunde des Trinkens bezichtigen oder er kann anderen vorwerfen, dass sie ihn in Verdacht haben zu trinken.

In gewissen Situationen kann der Suchtkranker übermäßig reagieren. Dies ist das klassische Verhalten des Suchtkranken im “Trockenen Rausch”. Dabei reagiert der Suchtkranke auf ein gewöhnlich unbedeutendes Ereignis oder Missgeschick mit einer offensichtlich unangemessenen Gefühlsintensität. Er kann von hasserfüllter Empfindlichkeit gegenüber einem Vorgesetzten schon aus einem nicht ersichtlichen oder belanglosen Grunde sein. Er kann auf das Verlieren beim Kartenspiel oder das Verpassen eines Telefonanrufes mit außergewöhnlicher Heftigkeit reagieren. Indem er das tut, scheint er aufgestaute Enttäuschung, Zorn und Empfindlichkeit an einem Objekt zu entladen oder in einer Situation, die ihn irgendwie an eine größere Enttäuschung in seinem Leben erinnert. Im Falle des Suchtkranken gibt es wenig Zweifel über die Art dieser vorherrschenden Enttäuschung. Andererseits scheinen einige Suchtkranker, die den “Trockenen Rausch” an sich selbst erfahren, alle Antworten auf ihre Probleme zu wissen. Sie sind selten um Worte verlegen, wenn es zu einer Selbstdiagnose kommt. Oft ist ihr Wissen ziemlich eindrucksvoll und ihre scheinbare Selbsteinsicht (im Gegensatz zum wirklichen Selbstverständnis) ist überzeugend. Das sind die Einsichtsvollen.

Dem Phänomen der Einsicht zu folgen, ist ein weiterer Widerspruch zwischen den Worten und Taten des Suchtkranken. Er scheint die Kritik anzunehmen und spricht ausführlich über seine eigenen Fehler. Aber seine Unfähigkeit, Worte in wirksame Taten umzusetzen, ist offensichtlich. Die unmittelbare Wirkung der Einsicht besteht darin, in anderen die Erwartung einer zukünftigen Besserung zu erwecken. Nachdem er sein Problem formuliert und den Beweis erbracht hat, dass er weiß, wie er es beseitigen kann, scheint der Suchtkranker in der Lage zu sein, wirksame Maßnahmen für sich selbst zu ergreifen, aber was er tut, gleicht niemals seinen Versprechungen.

Die Einsicht kann von der augenblicklichen Bereitschaft des Suchtkranken herrühren, Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen. Sein Stil wird geprägt von einem Ableiten auf den Weg des geringsten Widerstandes sowohl in seiner privaten Umwelt als auch an seinem Arbeitsplatz. Als ein geübter und hervorragender Vertreter des weichen Kurses, der bewusst die Alternative wählt, die das geringste Maß an Unannehmlichkeit im Augenblick verspricht, wenn er Entscheidungen, die gefällt werden müssen, gegenübersteht, ist der Suchtkranker uneins mit dem, was er und die anderen als den verantwortlichen Weg erkannt haben. Sein Verhalten ist insofern voraussagbar, als er jedes Treffen in diesem Spiel des Ausweichens “gewinnt”. Im Zusammenhang mit AA ist sogar die Form dieser Einsicht vorgezeichnet, um die Unannehmlichkeiten möglichst klein zu halten. Er benutzt den recht spezialisierten Wortschatz der AA und spricht über seine “Charakterfehler” oder sagt, dass er mit dem Leben nicht fertig wird. Dabei weiß er ganz genau, dass er sich, wenn er anders sprechen würde, den Unmut seiner AA-Freunde zuzieht und sich Unannehmlichkeiten bereiten würde. Seine Einsicht ist nur ein Lippenbekenntnis gegenüber den Prinzipien, die ihm in Wirklichkeit die Erleichterung bringen könnte, derer er bedarf. Das Sprechen über seine Fehler scheint für den Augenblick die Notwendigkeit zu beseitigen, etwas gegen sie zu tun. Was hier im Hintergrund an der Arbeit ist, ist ein schwaches Bewusstsein in ihm, das nach Wandlung drängt. Die Einsicht ist also im Grunde den anderen Abwehrmanövern darin ähnlich, dass sie dafür bestimmt ist, die volle Erfassung einer unangenehmen Situation zu verhindern.

Hilfsmaßnahmen

Der Suchtkranke, der den “Trockenen Rausch” hat, führt ein leeres Leben. Die Art seiner Erfahrungen in der Vergangenheit und die Art, wie er die Gegenwart erfährt hindern ihn daran, die Erfüllung zu erreichen, die andere in ihrem Leben finden. Er ist offensichtlich außerordentlich begrenzt in seiner Fähigkeit zu wachsen, zu reifen und an den Möglichkeiten teilzuhaben, die das Leben bietet. Ihm fehlt die Frische und Ungezwungenheit (nicht Erregbarkeit), die wirklich nüchterne Suchtkranker haben. Sein Leben ist in der Tat ein geschlossenes System und seine Verhaltensweise ist stereotyp, sich wiederholend und deshalb vorher bestimmbar. Er besitzt nicht die Fähigkeit, aus den vielen möglichen Wegen des Handelns den einen auszuwählen, der für ihn am besten geeignet ist. Seine Auswahlmöglichkeiten sind gering und unfruchtbar und er wird niemals jemanden damit überraschen, dass er sich selbst übertrifft.

Vorhandene Beweise zeigen, dass er Demut lernen muss – dass es eine Kraft größer als er selbst gibt – bevor er wirkliche Nüchternheit erfahren kann. Der Prozess der Selbsternüchterung verlangt vom Suchtkranken, dass er ein ungewohntes Maß an Selbstdisziplin in sein Leben hineinbringt. Anfangs kann ihm ein diszipliniertes Verhalten in Bezug auf Ehrlichkeit, Geduld und Verantwortlichkeit lästig und mühsam erscheinen, weil er sich an eine Art zu leben gewöhnen muss, die ihm voll Willkür und Schwierigkeiten zu sein scheint. Der Endpunkt seiner Bemühungen um Selbstdisziplin wird jedoch die Steigerung seiner Fähigkeit sein, kurzfristige Unannehmlichkeiten und sogar recht schmerzhafte auf sich zu nehmen, wenn er am langfristigen Ziel einer echten, dauernden Nüchternheit arbeitet. Er sollte ermutigt werden, sehr gründlich zu überlegen, ob die 12 Schritte der AA für ihn noch Gültigkeit haben. Voller Hoffnung wird er anfangen, die ironische Torheit eines Suchtkranken richtig einzuschätzen der glaubt, dass er plötzlich wieder mit seinem Leben fertig wird, dessen Gesundheit außer Frage steht, der es folglich nicht nötig hat, sein Leben einer Kraft, die größer als er selbst ist zu übergeben, der eine Gewissensinventur für überflüssig hält, da er selten, wenn überhaupt, im Unrecht ist und nicht länger vor der unbehaglichen Notwendigkeit steht, etwas wieder machen zu müssen. Wenn ihm einmal diese Ironie wirklich zu Bewusstsein kommt – dass er es ist, immer noch unkontrolliert, immer noch machtlos, der diese bemerkenswerte Heilung erfahren hat – dann kann er genug Demut in sich fühlen, um eine Wandlung wirklich zu wollen.

Dann ist der Zeitpunkt gekommen, dass die 12 Schritte als ein lebensnotwendiger Teil seiner alkoholfreien Existenz aufgewertet werden. Der Suchtkranke wird natürlich bei der Erarbeitung jedes einzelnen Schrittes Hilfe brauchen. Diejenigen, die ihm helfen, sollten mit großer Sorgfalt die Wichtigkeit aller Schritte betonen, aber seine Aufmerksamkeit ganz besonders auf den 3. Und den 10. Schritt lenken.
(3. Schritt: Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes – wie wir ihn verstehen – anzuvertrauen.
10. Schritt: Wir machten täglich Gewissensinventur und wenn wir unrecht haben, geben wir es sofort zu).

Es scheint, dass der Suchtkranker es besonders nötig hat, wirklich einzusehen, dass er sein Leben allein nicht meistern kann und er muss lernen, sein Leben und seinen Willen Gott – wie er ihn versteht – anzuvertrauen. Weiterhin muss er lernen, Gedanken und Handlungen zu vermeiden, die ihn dazu verleiten könnten, sein Leben allein meistern zu wollen, indem er täglich Gewissensinventur macht und seine Fehler sofort zugibt.  Abschließend sei gesagt: Wenn der Suchtkranker selbst oder die ihm am nächsten Stehenden charakteristische Anzeichen eines “Trockenen Rausches” in der Verhaltensweise entdecken, sollte Hilfe gesucht werden, um einen wahrscheinlichen Rückfall in das Trinken zu verhindern.

 

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DAILY NEWS

Wertlosigkeit

Wenn Menschen sich wertlos fühlen, dadurch, dass ein anderer vermeintlich etwas besser macht

z.b. wenn einer erzählt, dass er sich Ziele setzt, und der andere sagt, das ist doch alles Quatsch und  du willst dich doch damit bloß aufwerten und Promotion machen und meinst es eh nicht ehrlich, dich nur wichtigmachen,

und erzählt dann

dass er so etwas nicht braucht und sowieso alles bestens ist

dann versucht er durch diese Wertung und verwerten und das urteilen über den anderen, der sich ziele setzt, z.b. sich aufzuwerten.

Der Neid ist der Träger der Wertlosigkeit und liebe verdient Neid und Neider. Wenn ich beneidet werde, kann ich davon ausgehen, dass ich viel Eigenständigkeit und herausstellungsmerkmale mir für mich erarbeitet habe. Dass ich nicht mehr alle bin. Ich passe in kein Schema und kein Muster mehr von diesen Leuten. dadurch müssen sie mir ein Label und eine Namen geben, damit sie sich wertvoller und aufgewerteter fühlen.

Wertung und Verurteilung heißt also, dem anderen geht es schlecht. Er ist hilflos und schlägt dadurch um sich, in dem er alles banalisiert und wertlos darstellt was ich sage und mache und tue.

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