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Ich bin umgezogen. Diese Seite ist mit März 2018 nicht mehr aktualisiert. Aufgrund der Beiträge lasse ich sie noch ein paar Wochen offen.

Alle neuen Beiträge über Sucht, Alkoholismus und Trocken Sein und Werden

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Bis dahin, bleibt gesund und mir gewogen.

 

die Petra

 

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Bilder- und Urheberrechte beim Bloggen
Das mit dem Bilder online stellen ist ja gar nicht so einfach. Denn: jeder Mensch hat ein Recht am eigenen Bild. Wird dieses Recht gewährt, z. B. durch eine Zustimmung der abgebildeten Person, darf das Foto deshalb trotzdem nur in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Foto (z.B. Bericht des besuchten Events) verwendet werden. Kommt man drauf, dass einem ein Bild geklaut wurde und es ohne die eigene Zustimmung in einem Magazin erscheint, empfiehlt Ingird Gogl, einfach mal eine Rechnung an das Magazin zu stellen.

Auf jeden eurer Texte ist übrigens das Urheberrecht anzuwenden. Als Urheber bestimmt ihr, was mit euren Texten passiert. Es zählt dabei vor allem die sprachliche Gestaltung. Rezepte im Sinne von Inhaltsangaben fallen da eher nicht darunter. Wenn ihr allerdings den Text eigenwillig genug gestaltet, kann euch den keiner wegschnappen. Also gilt: g’scheit schreiben! Oder zumindest ausgefallen…

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Alkoholismus

Alkoholismus

Alles Denken und Handeln ist nur noch einem Ziel unterworfen: die richtige Menge Alkohol. Ohne geht es nicht mehr. Gegen Ende langjähriger Suchtkarrieren geraten schließlich ganze Existenzen in Gefahr. Es ist ein Abstieg auf allen Ebenen: sozial, psychisch und körperlich.

Anzeichen für eine Abhängigkeit

Alkoholiker leiden unter einer seelischen und körperlichen Abhängigkeit von der Droge Alkohol. Wann sich die Kriterien einer Sucht einstellen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Abhängigkeit gegeben, wenn mindestens drei der folgenden Kriterien erfüllt sind.

Kriterien für Suchtverhalten

  • Starker Wunsch/Zwang, Alkohol zu konsumieren
  • Reduzierte Kontrollfähigkeit
  • Alkoholkonsum, um Entzugssymptome zu vermeiden
  • Körperliches Entzugssyndrom
  • Toleranzentwicklung (der Betroffene erhöht kontinuierlich die Dosis)
  • Eingeengtes Verhaltensmuster
  • Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen
  • Der Betroffene trinkt trotz negativer Auswirkungen auf Körper, Psyche und Umfeld

Therapie und Entzug

Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker – diese Aussage ist leider nicht ganz falsch. Wer einmal abhängig war, wird immer einen Hang zum Trinken haben. Dennoch ist es möglich, von der Sucht loszukommen, mit der entsprechenden Hilfe wie Psycho-, Verhaltenstherapie, Medikamenten und Selbsthilfegruppen.

Grundvoraussetzung für jede Therapie ist aber die Mithilfe des Betroffenen selbst. Alkoholkranke müssen ihre Sucht erkennen und aktiv dagegen ankämpfen – und zwar für immer. Das Leben ohne Alkohol bleibt für viele Betroffene eine ewige Gratwanderung. Denn selbst nach vielen Jahren ist ein Rückfall möglich.

Der körperliche Entzug, also die Entgiftung, erfolgt stationär oder ambulant. Hierbei geht es um die Behandlung der Entzugssymptome unter medizinischer Aufsicht. Sie reichen von Stimmungsschwankungen, Ruhelosigkeit, Übelkeit bis zu leichtem Zittern (Tremor). Es gibt aber auch stärkere Symptome wie Erbrechen, Sehstörungen, Krämpfe bis hin zu epileptischen Anfällen und Delirien wie Halluzinationen oder Desorientiertheit.

Ein Mann liegt auf einem roten Sofa und hat einen Arm über das Gesicht gelegt. In der anderen Hand hält er ein leeres Weinglas. Am Boden liegt eine Weinflasche.

Der Verzicht auf Alkohol kann sehr schwer fallen

An den körperlichen Entzug schließt sich eine psychologische und sozialtherapeutische Behandlung zur Entwöhnung an. Sie kann ambulant, teilstationär oder stationär durchgeführt werden. Ziel ist vor allem die Abstinenz. Zudem soll dem Betroffenen geholfen werden, sich wieder im sozialen und beruflichen Umfeld zurechtzufinden.

Die Therapiemaßnahmen werden individuell festgelegt. Hier gibt es verschiedene Ansätze wie Verhaltens-, Gesprächs-, Gestalt- oder Individualtherapie.

Sicherung der Abstinenz

In aller Regel wird bereits während der Entwöhnung ein Langzeitprogramm erarbeitet, um Rückfälle zu vermeiden. Der Betroffene muss sich stets bewusst sein, dass er immer Alkoholiker bleiben wird – auch dann, wenn er trocken ist. Dieses Bewusstsein sollte er in regelmäßigen Gesprächen auffrischen. Selbsthilfegruppen leisten hier einen wichtigen Dienst.

Hilfreich kann auch der Besuch bei einem Psychologen sein. Bei einigen Therapien wird zusätzlich mit Medikamenten gearbeitet. Diese so genannten Anti-Craving-Substanzen werden über einen begrenzten Zeitraum eingenommen und sollen den Zwang zu trinken eindämmen.

Stationäre Therapie

Eine stationäre Therapie ist nur bei wenigen Alkoholkranken erforderlich. Sie eignet sich in erster Linie für Patienten, bei denen sehr schwere körperliche Entzugsymptome zu erwarten sind, aber auch solche, die bereits einen oder mehrere Entzüge hinter sich gebracht haben. Es ist wissenschaftlich belegt, dass wiederholte Entzüge zu immer gravierenderen Schädigungen führen.

Eine wichtige Rolle spielt auch der psychische Abhängigkeitsmechanismus. Wenn er so groß ist, dass eine konsequente Mitarbeit der Betroffenen nicht zu erwarten ist, ist der Patient besser in einer stationären Therapie aufgehoben.

Es gibt auch Situationen, in denen dem Alkoholkranken eine ambulante Behandlung nicht zumutbar ist, weil er in einem sehr problematischen Milieu lebt. Den Patienten fällt es dann leichter, im geschützten Rahmen der Krankenhausstation trocken zu bleiben.

Die Therapie besteht aus einer umfassenden medizinischen Betreuung sowie psychotherapeutischen Einzel- und Gruppenmaßnahmen. Dazu kommen die Ergotherapie, Beratungstermine durch Sozialarbeiter, Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen.

An die stationäre Entgiftungstherapie, die im Schnitt sieben bis zehn Tage dauert, schließt sich im günstigen Fall eine psychotherapeutische Nachbehandlung über drei bis vier Wochen an. Damit es der Patient dann auch schafft, in seinem normalen Lebensumfeld abstinent zu bleiben, können in dieser Zeit eine begleitende Psychotherapie mit festgelegten Terminen und der regelmäßige Besuch von Selbsthilfegruppen eine wichtige Rolle spielen.

Ambulante Therapie

Wenn es der körperliche Gesundheitszustand zulässt, kann eine Entgiftung auch ambulant durchgeführt werden. Vorausetzung dafür ist, dass der Patient sozial integriert und motiviert ist. Außerdem sollten alle Anlaufstellen in der Nähe des Wohnortes liegen. In den ersten ein bis zwei Wochen muss der Patient täglich zum Arzt, der den körperlichen Entzug überwacht und gegebenenfalls die Entzugssymptome behandelt.

Eine vollständige ambulante Behandlung umfasst alle erforderlichen medizinischen, psycho- und sozialtherapeutischen Maßnahmen. Die Behandlung der Akutphase ist meistens nach sieben bis zehn Tagen, bei Inanspruchnahme eines weiterführenden ambulanten Therapieprogramms nach weiteren drei Wochen bis sechs Monaten, je nach Therapieform, abgeschlossen. Um eine solche ambulante Therapie zu ermöglichen, arbeiten niedergelassene Ärzte, Ambulanzen und Beratungsstellen zusammen.

Ein sehr wichtiger Faktor für viele Betroffene ist zudem, dass ambulante Einrichtungen anonym über Alkoholabhängigkeit und die möglichen Wege aus der Sucht informieren. Dazu gehören auch die Diagnose und ein Behandlungskonzept, das auf den Einzelnen zugeschnitten ist. In den ambulanten Einrichtungen wird auf jeden Fall individuell auf den Patienten eingegangen.

Qualifizierter Entzug

In einigen Kliniken wird der so genannte qualifizierte Entzug durchgeführt. Am Beginn steht ein längerer stationärer Entzug von einigen Wochen. Danach folgt eine Langzeittherapie mit Hilfe von Netzwerken wie Selbsthilfegruppen und Einzeltherapien.

Wichtiger Bestandteil der Therapie sind Gespräche mit anderen Patienten, Psychotherapeuten und Ärzten. Mit ihrer Hilfe versuchen die Abhängigen, den Ursachen ihrer Sucht auf die Spur zu kommen, um dann gemeinsam Strategien zu entwickeln, Alkohol künftig zu meiden.

Eine Frau sitzt mit vor das Gesicht geschlagenen Händen da. Ein Mann im Hintergrund redet auf sie ein.

Gespräche helfen beim Entzug

Während der Therapie dürfen die Patienten zwischenzeitlich nach Hause. Dabei sind sie vielen Versuchungen ausgesetzt. Doch diese Situationen werden vorher mit den Therapeuten besprochen. Die Alkoholkranken werden sowohl psychotherapeutisch als auch medikamentös behandelt.

Autorin: Andrea Wengel
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Was ist ein Suchtgedächtnis?

Die Ursachen für Abhängigkeit sind bei den meisten Suchtformen weitgehend vergleichbar, egal ob Nikotin, Alkohol oder auch Heroin. Diese Drogen werden in der Regel in bestimmten Situationen konsumiert, zum Beispiel bei Stress oder während einer Feier.

Doch die Droge, die anfangs angenehm berauscht, kann schnell zu einem ernsten Problem werden. Belohnungen und ihre Auslöser speichert unser Gehirn sofort. Das Gehirn lernt, das Trinken mit einem guten Gefühl zu verbinden. Das geschieht über eine Reihe biochemischer Prozesse, die den Weg in den totalen Kontrollverlust fördern.

Durch den Alkohol kommt es im Gehirn zu einem Dopamin-Kick, der das Lustzentrum anheizt. Auf Dauer verändert dieser Reiz die Gehirnstruktur. Es entstehen mehr Nervenzellen, die auf Alkohol ansprechen. Denn je mehr Nervenenden bereitgehalten werden, an denen die Alkoholmoleküle andocken können, umso besser wird das positive Gefühl verwertet. Es bildet sich ein Suchtgedächtnis.

Jetzt reicht schon ein kleiner Anstoß und der Wunsch nach dem guten Gefühl wird übermächtig. Der Griff nach der Droge ist im Nervennetzwerk festgelegt, das panisch reagiert und heftig rebelliert, wenn es nicht bekommt, worauf es nun programmiert ist. Der Körper zeigt Entzugserscheinungen.

Diese Veränderung im Gehirn scheint sehr stabil zu sein und bildet sich bei Abstinenz nur sehr langsam wieder zurück. Es ist noch unklar, ob das Gehirn jemals wieder seinen alten Zustand erreicht. Forscher suchen nach Wegen, dieses Suchtgedächtnis wieder zu löschen. Bei kokainabhängigen Ratten ist dies dem britischen Wissenschaftler Jonathan Lee in Versuchen bereits gelungen.

Autorin: Andrea Wengel
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Die Sucht hinter der Sucht

Die Sucht hinter der Sucht

Die_Sucht_hinter_der_Sucht_50204007_151x131.JPGCo-Abhängige unterstützen die Süchtigen – und leiden! Unter der Alkoholkrankheit eines Angehörigen leidet nicht nur die ganze Familie. Oft sind die Partner des Betroffenen selbst tief in die Sucht verstrickt, weil sie glauben, für ihn verantwortlich zu sein, und seine Sucht kontrollieren wollen.

Der Zusammenbruch kam erst, als seine Ehefrau ging. Jahrelang hatte der Linzer Manfred D. getrunken – mehr und immer mehr. Dass zumindest nach außen ein halbwegs normales Leben möglich war, dafür sorgte seine Frau. Sie entschuldigte immer wieder seinen Alkoholkonsum, ließ sich Ausreden für den Arbeitgeber einfallen und bezahlte seine Schulden. Erst als Marianne D. ihren Mann verließ, konnte er sein von Sucht bestimmtes Leben nicht mehr aufrechterhalten und willigte endlich ein, professionelle Hilfe anzunehmen.

„Co-Abhängigkeit hat eine ähnliche Dynamik wie Sucht selbst“, sagt Klaus Angerer, Psychotherapeut und Mitarbeiter bei Point, Beratungsstelle für Suchtfragen in Linz, „die ganze Aufmerksamkeit ist auf die Sucht gerichtet, alle anderen Bereiche werden vernachlässigt.“ Anfangs geraten meist die Frauen in eine Situation, die ihnen nicht unangenehm ist. Angerer: „Wenn der Partner ein Problem hat, bekommt man eine wichtige Rolle. Man hat das Gefühl, ihm helfen zu können.“

Wurzeln in der Kindheit

Die Weichen dafür werden oft schon in der Kindheit gestellt. Wenn ein Elternteil aufgrund einer Suchterkrankung im Familiensystem ausfällt, dann übernehmen Kinder dessen Rolle. Sie werden zu Ersatzpartnern, Ersatzmüttern oder Ersatzvätern. Für die Verantwortung, die sie übernehmen, bekommen sie auch etwas zurück: Aufmerksamkeit und Anerkennung. Schließlich hilft das Kind, den Eindruck zu erwecken, das Familienleben sei intakt.

Dieses Gefühl, helfen zu müssen, stellt sich oft wieder ein, wenn dieses Kind als Erwachsener einen suchtkranken Partner hat – wobei Alkohol nicht die einzige Droge ist, bei der dies zu beobachten ist. Auch bei Medikamentenabhängigkeit oder Heroin- und Kokain-Sucht, bei Bulimie, sogar bei Kaufsucht kann Co-Abhängigkeit auftreten.

„Ein Alarmzeichen ist, wenn der Angehörige das Schwungrad darstellt“, erklärt Angerer. Denn sukzessive, aber unweigerlich werden die eigenen Interessen zurückgedrängt, die eigenen Bedürfnisse vernachlässigt. Experten sehen auch ein gewisses „Märtyrergefühl“ bei den Co-Abhängigen – nach dem Motto: „Wenn ich mich wirklich anstrenge und richtig bemühe, dann kann ich meinen Partner vor seiner Sucht retten.“ Und wenn er wieder einmal scheitert, dann glaubt der Angehörige, selbst noch mehr geben zu müssen. Doch dies ist der falsche Weg und keine dauerhafte Lösung. Denn die Befreiung aus der Sucht kann nur der Suchtkranke selber schaffen.

Die Partner sind niemals schuld an der Sucht des anderen. Manchmal jedoch tragen sie durch ihr Verhalten dazu bei, die Abhängigkeit zu verstärken. Al-Anon, eine Organisation für Angehörige von Alkoholikern, die mit den Anonymen Alkoholikern zusammenarbeitet, gibt Angehörigen folgende Ratschläge:

  • Versuchen Sie nicht, den Betroffenen zu kontrollieren, denn das schafft niemand. Sie werden sich sehr viel besser fühlen, wenn sie es nicht versuchen.
  • Übernehmen Sie nicht seine/ihre Verantwortung. Der Alkoholiker beginnt erwachsen zu werden, wenn er die volle Verantwortung für seine Abhängigkeit und die daraus resultierenden Probleme übernimmt.
  • Weigern Sie sich, Opfer zu sein. Diese Rolle ist genau so destruktiv wie die des Alkoholikers.
  • Denken Sie öfter an sich selbst. Übernehmen Sie mehr Verantwortung für sich und die anderen, nichtabhängigen Menschen um sich herum.
  • Seien Sie nicht der „Handlanger“, indem Sie den Betroffenen trösten, für ihn an seiner Arbeitsstelle anrufen und lügen. Sagen Sie stattdessen: „Das ist deine Sache.“
  • Schützen Sie den Abhängigen nicht vor Konsequenzen seines Verhaltens. Viele Alkoholiker sind nicht gewillt, etwas gegen ihr Problem zu tun, bis sie ganz unten sind. Wenn Sie den Betroffenen vor Schmerz schützen, verzögern Sie seine Heilung.


Birgit Baumann

März 2009

Foto: Bilderbox, privat

Drei Phasen der Co-Abhängigkeit


Erste Phase: Erklären und Beschützen

In dieser ersten Zeit wird das Verhalten des Süchtigen toleriert. Statt klar mit ihm zu reden, steht Harmonie im Vordergrund. Sein Umfeld sucht Entschuldigungen für sein Verhalten, deckt ihn auch beim Arbeitgeber, wenn er ausfällt.

Zweite Phase: Die Kontrolle
Der Partner oder die Partnerin versucht, den Suchtmittelkonsum zu kontrollieren. Alles dreht sich nur noch um die Droge. Der Abhängige selbst entwickelt immer mehr Phantasie, um an „den Stoff“ zu kommen. Auch der Co-Abhängige hat das Gefühl, sich noch mehr anstrengen zu müssen.

Dritte Phase: Die Anklage
Die Co-Abhängigen sind völlig zermürbt und haben keine Kraft mehr. Die Schuld daran geben sie dem Süchtigen. Erst in dieser Phase wird Betroffenen klar, dass beide Partner fachliche Hilfe von außen brauchen.

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Die okkulte Wirkung von Alkohol

Die okkulte Wirkung von Alkohol

 

„Der Alkohol verschleiert das Gedächtnis, verdunkelt es in seinen inneren Tiefen. Der Wein schafft Vergessenheit, sagt man. Dabei handelt es sich nicht um ein oberflächliches, momentanes Vergessen, sondern um ein tiefes und dauerndes Vergessen, um eine Verfinsterung der Gedächtniskraft im Ätherleib (= Lebensleib). Daher verloren die Menschen, als sie sich anschickten Wein zu trinken, nach und nach ihr ursprüngliches Gefühl für die Wiederverkörperung.“¹

„Der Alkohol hat nämlich die Wirkung, dass er den Menschen abschneidet von dem Zusammenhang mit der geistigen Welt, in der der Mensch früher war. Diese Wirkung hat der Alkohol auch noch heute. Der Alkohol ist nicht umsonst in der Menschheit gewesen. Man wird in einer zukünftigen Menschheit im vollsten Sinne des Wortes sagen können, dass der Alkohol die Aufgabe hatte, den Menschen so weit in die Materie herunterzuziehen, damit der Mensch egoistisch wurde, und dass der Alkohol ihn dahin brachte, das Ich für sich zu beanspruchen und es nicht mehr in den Dienst des ganzen Volkes zu stellen. Also den entgegengesetzten Dienst, den die Gruppenseele der Menschheit geleistet hat, hat der Alkohol geleistet. Er hat den Menschen die Fähigkeit genommen, in höheren Welten sich mit einem Ganzen eins zu fühlen.“²

„Wir wissen ja, dass eine innige Beziehung besteht zwischen dem Ich und dem Blut. Sie kann schon äußerlich charakterisiert werden dadurch, dass wenn im Ich Scham empfunden wird, die Schamröte dem Menschen ins Gesicht steigt, wenn in dem Ich Furcht, Angst empfunden wird, der Mensch erblasst. Diese Wirkung von dem Ich auf das Blut, die aber auch sonst vorhanden ist, die ist okkultistisch ganz ähnlich derjenigen Wirkung, welche entsteht, wenn der Pflanzenprozess zurückgebildet wird, so dass das, was in dem Fruchtfleisch der Weintraube ist oder was überhaupt aus dem Pflanzlichen kommt, zum Alkohol umgebildet wird. Das Ich muss, wie gesagt, normal einen ganz ähnlichen Prozess im Blut erzeugen – okkultistisch gesprochen, nicht chemisch -, wie erzeugt wird durch das gleichsam Rückgängigmachen des Organisationsprozesses, durch das bloße Chemisch machen des Organisationsprozesses, wenn Alkohol erzeugt wird. Die Folge davon ist, dass wir durch den Alkohol etwas in unseren Organismus einführen, was von der anderen Seite her so wirkt, wie das Ich auf das Blut wirkt. Das heißt, wir haben ein Gegen-Ich in dem Alkohol in uns aufgenommen, ein Ich, das direkt ein Kämpfer ist gegen die Taten unseres geistigen Ich. Von der anderen Seite her wird auf das Blut gerade so gewirkt durch den Alkohol, wie von dem Ich auf das Blut gewirkt wird. So dass wir also einen inneren Krieg entfesseln und im Grunde alles das, was von dem Ich ausgeht, zur Machtlosigkeit verdammen, wenn wir ihm einen Gegenkämpfer entgegenstellen im Alkohol. Dies ist der okkulte Tatbestand. Derjenige, welcher keinen Alkohol trinkt, sichert sich die freie Möglichkeit, von seinem Ich aus auf das Blut zu wirken; derjenige, der Alkohol trinkt, der macht es gerade so wie jemand, der eine Wand einreißen will und nach der einen Seite schlägt, gleichzeitig aber auf der anderen Seite Leute aufstellt, die ihm entgegenschlagen. Ganz genau so wird durch den Genuss des Alkohols eliminiert die Tätigkeit des Ich auf das Blut.

Daher empfindet derjenige, [der sich okkult entwickelt], die Arbeit des Alkohols im Blute als direkten Kampf gegen sein Ich, und es ist daher nur natürlich, dass eine wirkliche geistige Entwicklung nur leicht vor sich gehen kann, wenn man ihr nicht diese Widerlage schafft. Wir sehen gerade aus diesem Beispiel, wie das, was ja sonst auch vorhanden ist, durch das veränderte Gleichgewicht, welches eintritt im physischen Leib, für den Esoteriker oder Anthroposophen wahrnehmbar wird.“ ³

 

„Der Alkohol war früher – in der atlantischen Zeit – nicht auf Erden; er kam später, um den Menschen zu ihrer Individualisierung zu verhelfen. Er schließt den Menschen von seinen höheren Fähigkeiten ab und macht ihn selbstverschlossen. Daher der Gebrauch in den dionysischen Mysterien. Heute aber hat jeder Mensch in den zivilisierten Ländern schon diese Stufe erreicht, und der Alkohol ist heute nur ein Übel. Durch den Gebrauch verliert man die Fähigkeit, sich anderen Menschen anzupassen und sie zu begreifen. Besonders dem Esoteriker schadet der Alkohol, da er alle entwickelten höheren Kräfte verwandelt in Kräfte des persönlichen Ich und diese immer wieder in sich verschließt und gleichsam durch die beiden entgegengesetzten Strömungen – der höheren und niederen Ichkräfte – den Astralleib auseinanderreißt. Durch das Kommen des Christus auf die Erde ist dasjenige Prinzip gebracht worden, wodurch ein jeder seine Individualisierung bewusst erreichen kann. Darum sagt der Christus Jesus: Ich bin der wahre Weinstock.

Indem man Alkohol gebraucht, bereitet man einen Nährboden für zahlreiche Scharen geistiger Wesenheiten, so wie ein schlecht gereinigtes Zimmer von selber voller Fliegen gerät. „GÄA 266  S. 415.

„Vor allen Dingen ist es wichtig, Alkohol in jeder Form zu meiden, sogar die mit Alkohol gefüllten Süßigkeiten sind von sehr schädlicher Wirkung. Alkohol und geistige Übungen führen auf die schlimmsten Pfade. Von wissenschaftlichem Standpunkt aus ist ja schon der schlimme Einfluss des Alkohols auf die Gehirnfunktion nachgewiesen; vielmehr sollte ein Mensch, der sein ganzes Streben auf das geistige richtet sich eines Genusses enthalten, der das Erkennen des Geistigen vollständig ausschließt.“ GA 266, S. 554.

¹Rudolf Steiner, Kosmogonie, GA 94, S 50 ff., Paris, 31. Mai 1906
²Rudolf Steiner, Das Johannes-Evangelium, GA 103, Hamburg, 23. Mai 1908
³Rudolf Steiner, Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen und sein Selbst? GA 145, Den Haag, 20. März 1913

 

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